Sieben Pässe Tour im Engadin

Mein Freund und ich wollten gern einmal das Engadin entdecken. Wir fanden allerdings, dass es nichts bringt, wenn wir uns auf einem Fleck befinden und so haben wir uns dafür entschieden, eine kleine Tour durch das Engadin zu machen. Als Ausgangspunkt haben wir uns eines der besten Hotels im Engadin ausgesucht, weil man von dort einfach überall hinkommen kann. Da wir mit dem Auto angereist sind, hatten wir viel Gepäck, aber das hat das Personal im Hotel nicht gestört. Auch nicht, als wir das komplette Auto für unsere Tour ausgeräumt haben. Sie waren sehr zuvorkommend und halfen uns mit Tat und Rat. Vor Ort im Hotel informierten wir uns dann, ob die Tour, wie wir sie uns vorstellten, stattfinden konnte. Man muss im Engadin nämlich immer auf die Witterungsverhältnisse achten und so konnten wir am ersten Tag noch nicht aufbrechen. Wir wollten auch nicht von einem Wintereinbruch überrascht werden, denn das kann schon einmal im September passieren. So fragten wir jeden Tag an der Rezeption, wie die Wettervorhersage ist. Am zweiten Tag war wunderschönes Wetter mit rund 20 Grad und so beschlossen wir ohne Bedenken aufzubrechen.

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Foto: berggeist007 / pixelio.de

Ein besseres Wetter würde es wohl kaum zu dieser Jahreszeit noch geben. Unsere geplante Route ging von Davos nach Davos. Man fuhr also quasi im Kreis, würde aber die bekannten sieben Pässe mitnehmen, die es hier im Engadin gibt. Davos ist die höchstgelegene Stadt in ganz Europa. Zu finden ist sie in einer Höhe von rund 1560 Meter. Klar, dass es hier auch mal schneien kann, aber wir hatten Glück. Im Winter tummelt sich hier übrigens die High Society, die ihre Partys feiert und Kaviar isst. In Davos haben wir einen kleinen Zwischenstopp gemacht und uns die vielen Restaurants und Bars angeschaut. In einem Restaurant haben wir zu Mittag gegessen und es war wirklich sehr lecker, wenn auch ziemlich teuer. Weiter ging es für uns, ein wenig müde, weil wir so satt waren, zum Dorf Tiefencastel. Dieses Dorf liegt richtig hoch und so merkt man hier schon eine leichte Luftveränderung. Tiefencastel ist ein wirklich kleines Dorf mit nur 260 Bewohnern, dafür hat es aber eine grandiose Aussicht und ist das einzige Dorf, das am Julierpass liegt.