Bali – ein friedliches Nebeneinander von Kulturen und Religionen

Während in Nordafrika und auch in der Türkei fast schon ein Krieg gegen die „Ungläubigen“ eröffnet wurde und gegen Touristen sogar Anschläge verübt werden, suchen immer mehr Urlauber nach einem Ausweichziel. Fuhren sie nämlich noch vor einem Jahr in die Türkei ist dieses plötzlich nicht mehr auf dem Radar, auch weil sich dieses Land offenbar Schritt für Schritt hin zu einem islamischen Staat bewegt. Ausweich-Urlaubsland derzeit ist unter anderem Bali. In diesem Land herrscht wie in Deutschland Religionsfreiheit, wobei sich über 90 Prozent der Bevölkerung zum Hinduismus bekennt. Fremde sind als Zaungäste bei den Prozessionen in den Tempeln stets willkommen. Auch wenn Bali mehr als 14 Flugstunden von Deutschland entfernt ist, stellen die Deutschen inzwischen nach Australien und Großbritannien die drittstärkste Reisenation auf Bali.

Foto: C. Scheumann  / pixelio.de
Foto: C. Scheumann / pixelio.de

Insel entdecken

Neben an den vielen Stränden gibt es auf der Insel auch noch viele sonstige Möglichkeiten sich die Freizeit zu vertreiben. So bietet sich vor allem für Bali-Neulinge eine Radtour ins Hinterland an. So lernt man auch den Vulkan Gunung Batur kennen und kann diese vielen Reisfelder bewundern, die es auf der Insel gibt. Ein besonders schöner und erlebnisreicher Touristenort ist Ubud, die quirlige Kulturhauptstadt der Insel. Dass man auch so Touristen für die Insel gewinnen kann, daran hatten die Holländer Anfang des 20. Jahrhunderts nicht gedacht. Sie wollten den Sextourismus lieber nach Bali bringen. Man kann da nur sagen: Gut dass der Plan der Holländer damals nicht aufgegangen ist, auch weil sie die Balinesen anfänglich als Wilde darstellten.